Congress der Controller: Treffpunkt der Vordenker im Controlling
Seit 1976 bringt der Congress der Controller Menschen zusammen, die Unternehmenssteuerung weiterdenken. Was als erstes Treffen seiner Art in Deutschland startete, ist heute das führende Event für Controllerinnen und Controller in Zentraleuropa – und ein Ort, an dem sich Praxis, Wissenschaft und Zukunft verbinden.
Zum aktuellen Congress der ControllerWie alles begann – und warum der Congress bis heute trägt
Als Albrecht Deyhle 1976 zum ersten Controller Kongress nach München einlud, war Controlling in Deutschland noch ein junges Konzept. Der Gründer des Internationalen Controller Vereins (ICV) prägte früh das Verständnis von Controlling als aktiven Teil der Unternehmenssteuerung.
Rund 100 Teilnehmende diskutierten über die Rolle des Controllers in der Praxis – und legten damit den Grundstein für eine Entwicklung, die bis heute anhält.
Aus diesem frühen Austausch ist das Leuchtturm-Event des ICV entstanden – und ein zentraler Treffpunkt für Fach- und Führungskräfte im Controlling.
Vom Fachtreffen zur festen Größe
Über fünf Jahrzehnte hinweg hat sich der Congress der Controller kontinuierlich weiterentwickelt – inhaltlich, strukturell und in seiner Bedeutung für die Praxis.
Führungskräfte aus Unternehmen, Wissenschaft und Beratung bringen ihre Perspektiven ein, teilen Erfahrungen und diskutieren Lösungen für die Herausforderungen ihrer Zeit.
So ist der Congress nicht nur ein Spiegel wirtschaftlicher Entwicklungen, sondern auch ein Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Controllings.
Quelle: Controller Magazin, Ausgabe 4/1976
Fünf Jahrzehnte in Zahlen
Die Zahlen zeigen, wie sich der Congress der Controller über die Jahre entwickelt hat – und wie aus einer Idee eine lebendige Community geworden ist. Mehr als 23.000 Teilnehmende und fast 1.000 Referierende haben den Congress und das Controlling in 50 Jahren geprägt.

Mehr als eine Fachveranstaltung
Der Congress der Controller ist keine klassische Fachkonferenz. Er ist Bühne für Innovationen, verbindet Theorie und Praxis – und schafft Raum für echte Begegnungen.
Controllerinnen und Controller, CFOs, Studierende und Wissenschaft treffen hier aufeinander – offen, direkt und auf Augenhöhe. Die Distanz zwischen Bühne und Publikum ist bewusst gering, der Dialog ausdrücklich gewünscht.

Für viele ist der Congress der Controller deshalb weit mehr als ein Termin im Kalender: Er ist ein Wiedersehen, ein Ort für neue Perspektiven – ein echtes „Familientreffen“ der Controlling-Community.
Menschen, die das Controlling geprägt haben
Von Anfang an wurde der Congress von Persönlichkeiten getragen, die das Controlling entscheidend geprägt und weiterentwickelt haben.
Zu ihnen zählt Albrecht Deyhle, Gründer des Internationalen Controller Vereins (ICV) und Initiator des ersten Congresses im Jahr 1976. Er gilt als einer der Wegbereiter des Controllings im deutschsprachigen Raum und verstand früh, dass Controllerinnen und Controller eine aktive Rolle in der Unternehmenssteuerung übernehmen müssen – nicht nur als Zahlenlieferanten, sondern als Partner des Managements.
Eng verbunden mit dieser Entwicklung ist auch Péter Horváth, der als einer der ersten Wissenschaftler in Deutschland Controlling als eigenständige Disziplin etablierte. Sein Standardwerk „Controlling“ und sein Verständnis eines zielorientierten Führungskonzepts haben die Ausbildung und Praxis über Jahrzehnte geprägt.
Gemeinsam stehen sie für das, was den Congress der Controller bis heute ausmacht: die Verbindung von fundierter Theorie und gelebter Praxis – und den Anspruch, Controlling aktiv weiterzudenken.

Albrecht Deyhle und Péter Horváth – prägende Vordenker des Controllings sowie Wegbereiter und -begleiter für den Congress der Controller, hier bei einer ICV-Mitgliederversammlung.
Stabilität im Wandel
Auch der Congress der Controller hat im Laufe seiner Geschichte Veränderungen erlebt – und sich dabei kontinuierlich weiterentwickelt.
Ein prägender Einschnitt war die Corona-Pandemie: 2020 musste die Veranstaltung erstmals abgesagt werden, 2021 fand sie vollständig digital statt. Diese Phase hat deutlich gemacht, wie wertvoll persönliche Begegnungen für die Community sind.
Zum 50. Jubiläum zeigt sich dieser Anspruch besonders deutlich: Der Congress wird in vielen Details weiterentwickelt, um Austausch und Interaktion noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Eine offenere Raumgestaltung im Plenum mit neuer Bestuhlung und zusätzlichen Stehtischen schafft mehr Bewegungsfreiheit. Die Themenzentren ziehen aus dem Untergeschoss in den ersten Stock und werden damit sichtbarer und leichter zugänglich. Auch das Catering wird neu gedacht – mit verteilten Buffetstationen über mehrere Ebenen hinweg.
Ergänzt wird das bewährte Abendformat des Controllers’ Biergartens durch zusätzliche Angebote, die gezielt neue Akzente setzen und auch jüngere Teilnehmende ansprechen. Gleichzeitig wird der Congress noch internationaler: Inhalte werden heute in weiten Teilen über app-basierte Simultanübersetzungen zugänglich gemacht – eine zeitgemäße Weiterentwicklung früherer Übersetzungsangebote.
So verbindet der Congress der Controller auch im Jubiläumsjahr konsequente Weiterentwicklung mit dem, was ihn seit jeher auszeichnet: Nähe, Austausch und eine starke Community.
Ein Erlebnis für die Community
Der Congress der Controller ist mehr als ein Fachtreffen – er ist ein Erlebnis.
Im Plenum herrscht meist konzentrierte Stille: Hunderte Teilnehmende verfolgen aufmerksam die Vorträge, hören zu, denken mit, nehmen Impulse auf. In den Themenzentren entsteht fokussierter Austausch – Fragen, Diskussionen, neue Perspektiven auf Augenhöhe.
Dazwischen verändert sich die Atmosphäre spürbar: In den Pausen wird es lebendig. Gespräche beginnen, Stimmen mischen sich, es wird gelacht, diskutiert, wiedererkannt. Menschen begrüßen sich, tauschen sich aus, knüpfen neue Kontakte oder vertiefen bestehende.
Diese Mischung macht den Congress besonders: konzentrierte Ruhe, wenn es um Inhalte geht – und eine flirrende Energie, sobald Raum für Begegnung entsteht.
Vom Nachwuchs bis zum C-Level begegnen sich alle auf Augenhöhe. Aus kurzen Gesprächen werden oft Ideen, aus Begegnungen entstehen Netzwerke, die weit über den Congress hinaus tragen.
So wird der Congress der Controller zu dem, was ihn seit jeher auszeichnet: ein Ort, an dem fachliche Impulse und menschliche Verbindung zusammenkommen – und genau daraus neue Perspektiven entstehen.
50 Jahre – und bereit für das, was kommt
50 Jahre Congress der Controller sind mehr als ein Jubiläum – sie sind ein Moment der Standortbestimmung.
Was 1976 als Idee begann, ist heute eine lebendige Community, die sich immer wieder neu ausrichtet, weiterdenkt und gemeinsam Zukunft gestaltet. Der Congress hat sich über Jahrzehnte verändert, ist gewachsen, hat neue Themen aufgenommen – und dabei nie seinen Kern verloren.
Auch im Jubiläumsjahr zeigt sich genau dieser Anspruch: Neues zulassen, Formate weiterentwickeln, Räume öffnen – und gleichzeitig das bewahren, was den Congress besonders macht.
Denn am Ende sind es nicht nur Inhalte, die bleiben. Es sind die Gespräche, die Begegnungen, die gemeinsamen Gedanken – und das Gefühl, Teil von etwas zu sein, das über den Moment hinaus wirkt.
Der Congress der Controller ist damit auch nach 50 Jahren das, was er immer war: ein Ort für Menschen, die Controlling nicht nur verstehen, sondern weiterdenken – gemeinsam.

