Der ICV beim Partner-Event ManCon 2026

Nachwuchs im Controlling zeigt großes Interesses
Anfang Juni war ich für die Young Finance Professionals (YFP) und den Internationalen Controller Verein (ICV) auf der ManCon in Bad Oeynhausen unterwegs. Gemeinsam mit Thomas Meyer, Leiter des ICV-Arbeitskreises Westfalen (rechts im Bild), betreute ich den ICV-Stand. Mein persönliches Fazit: Die ManCon bot einen guten Überblick über aktuelle Trends in Finance und Controlling. Für mich war die Veranstaltung vor allem eine gute Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen, neue Impulse mitzunehmen und einen Eindruck davon zu gewinnen, welche Themen die Finance-Community aktuell beschäftigen.
Am ICV-Stand konnten wir einige interessante Gespräche mit vielen Besucherinnen und Besuchern führen. Besonders gefreut hat mich, dass ich dabei auch wieder Begeisterung für die Young Finance Professionals verbreiten durfte. Gerade der Austausch mit jungen Finance- und Controlling-Interessierten zeigt, wie wichtig Netzwerke wie der ICV und die YFP für den Einstieg und die Weiterentwicklung in der Branche sind.
Auffällig war zudem das vergleichsweise junge Publikum. Das zeigte sich sowohl in den Gesprächen am ICV-Stand als auch bei den besuchten Vorträgen und unterstrich das große Interesse der nächsten Generation von Finance-Professionals an Themen wie KI, Datenanalyse und moderner Unternehmenssteuerung.
Wie bei vielen Fachveranstaltungen stand für mich nicht nur das Vortragsprogramm im Vordergrund, sondern auch das Networking. Besonders gefreut hat mich, zahlreiche bekannte Gesichter aus dem ICV-Netzwerk sowie aus der Controlling- und Finance-Community wiederzutreffen. Die Gespräche zwischen den Vorträgen und auf der Messe waren oft genauso interessant wie die Programmpunkte selbst.
Inhaltlich beschäftigte sich die ManCon mit vielen Themen, die aktuell die Finance-Welt bewegen. Künstliche Intelligenz, Data Analytics, Digitalisierung und Nachhaltigkeit waren im Programm an vielen Stellen präsent. Dabei wurde deutlich, dass sich die Rolle des Controllings weiter verändert und datengetriebene Entscheidungen zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der Vortrag von Steven Lehmann, Head of Data Science & Analytics Strategy EMEA bei Johnson & Johnson. Er zeigte auf, wie Unternehmen Datenanalyse gezielt einsetzen können, um Entscheidungen zu unterstützen und Mehrwert für das Geschäft zu schaffen. Spannend fand ich dabei insbesondere die Zieldefinition der Data-Science-Abteilung. Data Science wurde nicht als technologische Spielerei verstanden, sondern anhand konkreter Beiträge zum Unternehmenserfolg bewertet. Ebenso interessant war die Vorgehensweise, mit der Johnson & Johnson relevante Projekte identifiziert und priorisiert. Die vorgestellten Beispiele machten deutlich, wie wichtig eine klare Ausrichtung auf geschäftsrelevante Fragestellungen ist, wenn analytische Ressourcen einen echten Beitrag leisten sollen. Ein Gedanke, der bei mir hängen geblieben ist: Der größte Nutzen von KI entsteht häufig dort, wo sie Menschen bei Aufgaben unterstützt, die nicht zu ihren persönlichen Stärken gehören. Wer seine eigenen Stärken und Schwächen kennt, kann KI gezielt einsetzen, um Wissens- und Kompetenzlücken zu schließen und dadurch produktiver zu arbeiten.

