Vom Newcomer zum ICV-Mitglied

Im Interview: Marcel Michalik

Marcel Michalik war 2024 Newcomer-Award-Preisträger. Die damit verbundene, zeitweilige kostenfreie ICV-Mitgliedschaft hat er nun in eine kostenpflichtige umgewandelt. Warum?

Welche Erinnerungen haben Sie an den Newcomer Award 2024?
M. Michalik: Er war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Das Event in Steyr war nicht nur hervorragend organisiert, sondern bot auch einen sehr angenehmen Rahmen für fachlichen Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte. Besonders gefreut habe ich mich zudem über das Wiedersehen mit ehemaligen Studienkollegen sowie mit Prof. Dr. Utz Schäffer, der meine Masterarbeit betreut hatte.

Mich hat es schon immer fasziniert, akademische Fragen mit praktischen Herausforderungen und aktuellen Trends zu verbinden. Umso schöner war es zu erleben, wie viel Anklang und Interesse meine Masterarbeit – zum Einfluss von KI auf die Rolle des Controllers als Business Partner – ausgelöst hat.

Sie setzen die Mitgliedschaft nun fort?
M. Michalik: Mich verbindet mit dem ICV eine längere und durchweg sehr positive Historie. 2019 konnte ich als Bachelorstudent an der ICV-Fachtagung „Controlling Advantage Bonn“ teilnehmen. Bereits auf der CAB 2019 stand die Digitalisierung im Controlling im Fokus.

Es ist wahrscheinlich der beste Beweis für den nachhaltigen Einfluss, den das Event und der ICV damals hinterlassen haben, dass ich fünf Jahre später für meine Masterarbeit in genau diesem Themenfeld mit einem Preis beim Newcomer Award 2024 ausgezeichnet wurde. Die Auszeichnung hat mir sehr viel bedeutet und mich auf meinem Weg wieder zurück zum ICV geführt – weswegen eine weiterführende Mitgliedschaft jetzt natürlich auch absolutes Pflichtprogramm ist.

Engagieren Sie sich im ICV?
M. Michalik: Ich möchte mich insbesondere im Mentoring-Programm sowie bei den Young Finance Professionals engagieren, um spannende neue Kontakte zu knüpfen, kontinuierlich weiterzulernen und zugleich eigene Erfahrungen aus der Praxis und Forschung einzubringen.

Wenn es mir gelingt, mit meiner Perspektive Diskussionen zu bereichern, sehe ich das als großen Mehrwert – für mich persönlich und für das Netzwerk des ICV.

Wie relevant sind Organisationen wie der ICV in der heutigen Zeit?
M. Michalik: Relevanter denn je. Gerade in einer Zeit, die von hoher Dynamik, Umbrüchen und zunehmender Komplexität geprägt ist, braucht es Plattformen, die Orientierung bieten und den Austausch zwischen unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen.

Der Mehrwert des ICV liegt hier u. a. in der Verbindung von Wissenschaft, Unternehmenspraxis und verschiedenen Branchen.

Haben Sie einen Rat für junge Controlling-Interessierte?
M. Michalik: Immer neugierig bleiben, Veränderungen aktiv begegnen, KI als große Chance verstehen!

Während KI-basierte Handlungsempfehlungen natürlich schon längst angewandt werden, wird meiner Meinung nach die menschliche Schnittstelle zwischen den Daten und dem Entscheidungsträger weiter an Bedeutung gewinnen.

Wer in Zukunft Technologieverständnis, fachliche Kompetenz und Kommunikationsstärke verbinden kann, wird eine zentrale Rolle im Unternehmen und ihrem nachhaltigen Erfolg spielen. Somit ist der Controller nicht nur eine der wichtigsten, sondern auch eine der spannendsten Rollen in jedem Unternehmen.